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Einbauanleitung für GFK-Schwimmbecken

Bitte lesen Sie diese Einbauanleitung vollständig und sorgfältig, bevor Sie mit den Arbeiten an Ihrem Schwimmbecken beginnen. Nur bei fachgerechtem Einbau können wir für die Haltbarkeit und Funktion des Beckens garantieren.

1. Lagerung des Beckens

Wenn das Schwimmbecken nicht sofort auf die vorbereitete, stahlarmierte Betonplatte gestellt wird, lagern Sie es bitte:

  • auf einem stabilen Holzgestell oder

  • direkt auf einer ebenen Rasenfläche.

Achten Sie darauf, dass der Untergrund:

  • eben ist

  • keine scharfen Kanten oder spitzen Gegenstände aufweist,
    die den Beckenboden beschädigen könnten.

Wichtig:
Das Becken darf auf dem Lagerplatz nur abgesetzt, nicht verschoben werden.
Angesammeltes Regenwasser ist vorsichtig auszupumpen.


2. Bodenplatte

Unsere Becken werden auf einer massiven Betonbodenplatte aufgestellt.

  • Mindeststärke der Bodenplatte: 15 cm

  • Bewehrung: vollständig mit 8 mm Stahlgitter armiert
    (Richtwerte – abhängig von den Bodenverhältnissen vor Ort)

  • Die Bodenplatte muss mindestens 20 cm länger und 20 cm breiter sein als die Außenmaße des Beckens.

  • Die Bodenplatte muss auch unter der Treppe vorhanden sein.

  • Sie muss eben und absolut waagerecht ausgeführt werden.

Die ausgehobene Baugrube sollte mindestens 70 cm länger und 70 cm breiter als das Becken sein.
So ist das Absetzen auf die Bodenplatte und die Montage der Filteranlage problemlos möglich.

Bitte informieren Sie sich vorab über die Bodenverhältnisse auf Ihrem Grundstück und lassen Sie sich im Zweifel von einem Fachmann beraten.


3. Oberfläche der Bodenplatte

Die Oberfläche der Bodenplatte muss glatt und frei von Unebenheiten sein.

Wir empfehlen, das Becken auf einen Kunstrasenteppich zu stellen. Dieser:

  • reduziert die Rauigkeit der Betonoberfläche

  • verbessert die Dämmung

Alternativ können Sie:

  • einen anderen geeigneten Belag aus unverrottbaren Kunstfasern verwenden

  • oder druckfeste Hartschaumplatten (max. 20 mm) nach DIN einsetzen,
    die zusätzlich als Wärmedämmung dienen.


4. Einbauarbeiten

Nachdem das Becken auf der Bodenplatte aufgestellt und exakt ausgerichtet wurde:

  1. Montieren Sie zuerst die Filteranlage.
    Beachten Sie hierzu bitte die Hinweise zu Filteranlage, Skimmer und Einströmdüsen.

  2. Fixieren Sie anschließend die Beckenränder mit Holzbalken (siehe Abbildung 1).
    So wird verhindert, dass sich das Becken während des Verfüllens verschiebt.

Hinweise zu den Holzbalken:

  • Länge: ca. 20 cm länger als die Beckenbreite

  • Querschnitt: mind. 8 × 8 cm oder 6 × 12 cm

  • Anzahl: je nach Beckengröße 2 bis 4 Stück

Zwischen Holzbalken und Beckenrand legen Sie ein festes Tuch, um den Kunststoffrand vor Beschädigungen zu schützen.


5. Verfüllarbeiten

Sofern nichts anderes angegeben ist, werden unsere Becken ausschließlich mit grobem Kies verfüllt.

  • Empfohlene Körnung: 0–8 mm

Bei größeren Becken können die langen Beckenwände mit Magerbeton hinterfüllt werden.
Dabei müssen die Stabilisatoren beidseitig durch Hartschaumstreifen geschützt werden.

Wichtig:

  • Ein komplettes „Einbetonieren“ des Beckens ist nicht zulässig.

  • Falls im oberen Bereich um das Becken Fundamente für Gehwegplatten erforderlich sind, müssen die Stabilisatoren beidseitig durch Styroporplatten geschützt werden.

  • Die Wände können zusätzlich mit max. 20 mm starken, druckfesten Styroporplatten (Hartschaum) isoliert werden.

So gehen Sie beim Verfüllen vor:

  1. Füllen Sie zunächst ca. 5 cm Wasser in das Becken.

  2. Schütten Sie anschließend rund um das Becken ca. 20 cm Kies in die Baugrube.
    Dabei den Kies großzügig mit Wasser einschlämmen, um Hohlräume zu vermeiden.

  3. Füllen Sie dann weitere 10 cm Wasser in das Becken und schütten erneut 20 cm Kies nach.

Wichtig:
Außen sollte der Kiesstand immer etwa 5 cm höher sein als der Wasserstand im Becken.
Wiederholen Sie diesen Ablauf, bis das Verfüllen abgeschlossen ist.


6. Wichtige Hinweise

  • Verfüllen Sie das Becken nicht komplett an einem einzigen Wochenende.
    Gönnen Sie den Kiesschichten mindestens 5 Tage, um sich zu setzen.

  • Vermeiden Sie Eile – zu schnelles Verfüllen kann zu Schäden führen.

  • Verwenden Sie keine Rüttelplatten oder andere Vibrationsgeräte zur Verdichtung!


7. Hinweise zur Winterlagerung

  • Becken nicht vollständig entleeren.

  • Senken Sie den Wasserstand um ca. 20 cm unterhalb der Düsen ab.

  • Geben Sie dem Wasser ein geeignetes Wintermittel gemäß Anleitung zu (siehe unsere Pflegemittelliste).

  • Entfernen Sie das Wasser aus Verrohrung und Filteranlage.

  • Stellen Sie mittig im Becken Styroporblöcke auf, damit der Eisdruck abgefangen wird.

  • Reinigen Sie im Frühjahr die Beckenränder.
    Verwenden Sie dabei keine scharfkantigen oder spitzen Werkzeuge.

  • Zur erleichterten Reinigung kann das Becken kurzzeitig teilentleert werden – dabei die Wände unbedingt abstützen.

  • Um die Materialgarantie zu erhalten, ist eine zweimalige Behandlung pro Jahr der Randbereiche und aller Teile ohne Wasserkontakt erforderlich.
    Ein speziell geeignetes Mittel erhalten Sie bei uns.

  • Bei hohem Grundwasserspiegel ist das Entleeren des Beckens kritisch.
    Beim vollständigen Entleeren müssen die Wände unbedingt abgestützt werden.


8. Anmerkungen

Diese Anleitung beschreibt den Standardfall des Beckeneinbaus.
Aufgrund unterschiedlicher Bodenverhältnisse und örtlicher Gegebenheiten kann im Einzelfall eine abweichende Vorgehensweise erforderlich sein.

Aus dieser Anleitung können keine Rechtsansprüche abgeleitet werden.
Lassen Sie sich im Zweifel bitte von uns oder einer fachkundigen Firma beraten.

Sie haben Fragen zu Kranarbeiten oder benötigen ein Kranunternehmen? Wir stellen gerne den Kontakt zu einem passenden Partner her.


Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem neuen Schwimmbecken!

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